Bei der Umsetzung von Sicherheitslösungen stehen verschiedene Architekturen zur Auswahl. Während mehrere Ansätze die Einhaltung von Vorschriften ermöglichen, erweist sich ein integrierter Ansatz als besonders effizient. Ein Überblick über die verschiedenen Optionen:
Level 1: Konventionelle Relaislogik
Für kleinere Anwendungen bietet eine fest verdrahtete Lösung eine einfache und zuverlässige Umsetzung. Durch ihre Übersichtlichkeit lassen sich Fehler oft direkt an der Quelle erkennen, ohne den Einsatz komplexer Tools oder Programmierung. Wenn keine hochentwickelten Sicherheitsarchitekturen erforderlich sind, stellt dieser Ansatz eine praktikable, konforme und leicht zugängliche Lösung dar.
Level 2: Zentrale Sicherheitssteuerungen
Dieser Ansatz bietet mehr Flexibilität, indem die Logik in eine kompakte, eigenständige Steuerung mit intuitiver grafischer Programmierung verlagert wird. Sie arbeitet unabhängig, wenn keine SPS benötigt wird, und kann bei Bedarf einfach erweitert werden. Sensoren und Not-Halt-Geräte werden direkt angeschlossen, wodurch die Struktur übersichtlich bleibt und sich das System ohne großen Aufwand anpassen oder erweitern lässt.
Level 3: Integriertes und dezentrales Sicherheitsmanagement
Sicherheits-I/O-Module können sowohl in zentralen als auch dezentralen Architekturen eingesetzt werden und bieten maximale Flexibilität. Durch die Platzierung näher an der Anwendung wird der Verdrahtungsaufwand reduziert, die Inbetriebnahme beschleunigt und Erweiterungen vereinfacht. Mit TSN-basierter Sicherheit kann eine zentrale Safety-SPS Antriebe, Roboter, Frequenzumrichter und Sicherheitssignale gemeinsam mit Standard-I/O koordinieren. So entsteht eine einheitliche Plattform für Maschinen- und Liniensteuerung, die schnellere Diagnosen, einfachere Integration und eine hohe Skalierbarkeit ermöglicht.