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Carbon neutrality

Energie pro Einheit und ihre Bedeutung für die Senkung des Energieverbrauchs

10.10.20233 Minuten Lesedauer

Die Erzeugung von Strom hat negative Auswirkungen auf die Umwelt und ist, wie auch seine Nutzung, mit hohen Treibhausgasemissionen verbunden. Die Reduzierung des Energieverbrauchs sollte daher eines der wichtigsten Nachhaltigkeitsziele sein.

Die neuesten wissenschaftlichen Daten deuten darauf hin, dass sich das globale Klima in einem noch nie dagewesenen Maße verändert. Der jüngste Bericht der Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change) stellt fest, dass die globale Erwärmung das Klima zunehmend - oft unumkehrbar - beeinträchtigt. Die Durchschnittstemperatur der Erde ist seit der industriellen Revolution bereits um mehr als 1 Grad Celsius gestiegen und steigt weiter an. Wissenschaftler warnen, dass ein Anstieg um 2 Grad Celsius kritische Folgen für Natur und Mensch haben wird. Das Wichtigste ist, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern. Ein großer Teil davon ist die Reduzierung des Energieverbrauchs.

Energie pro Einheit

Im Falle von Mitsubishi Electric ist das Energiesparen Teil der DNA geworden. Es gibt ein Schlüsselkonzept, das grundlegend ist, um die Wahrnehmung des Energieverbrauchs zu verändern. Mitsubishi Electric nennt es EPU:
Energie pro produzierte Einheit. Es ist einfach die Menge an Energie, die zur Herstellung eines Produkts verbraucht wird.

EPU hat zwei starke Eigenschaften: Es ermöglicht die direkte Zuordnung der Energiekosten zur Produktionstätigkeit und ist außerdem variabel/dynamisch.

Das mag nicht so wichtig klingen, bis die Produktionslinie stillsteht und das EPU rapide ansteigt, da Energie verbraucht wird, das Produkt aber nicht mehr hergestellt wird. Das zweite Attribut ist, dass es die Produktionsleistung zwischen Linien oder sogar Fabriken leicht vergleichbar macht, da das EPU vollständig durch die Effizienz der Produktion, d.h. die Produktivität, bestimmt wird. Aus diesem Grund nutzt Mitsubishi Electric die EPU nicht nur für das Benchmarking des Unternehmens, sondern auch, um Energiesparmaßnahmen voranzutreiben.

Normalerweise haben die Hersteller eine sehr klare Vorstellung von den Materialkosten, den direkten und indirekten Arbeitskosten, der Logistik, den Abschreibungen usw., die mit ihren Fertigungsprozessen verbunden sind. Aber nur selten kennen sie tatsächlich etwas anderes als den Energieverbrauch in der Summe. Daher ist ein umfassender Ansatz für dieses Thema unerlässlich. In diesem Fall nutzt Mitsubishi Electric das e-F@ctory-Konzept - eine Initiative von Mitsubishi Electric, um durch integrierte Automatisierung versteckte Vorteile aus vorhandenen Ressourcen zu ziehen. Das ultimative Ziel ist es, die Effizienz zu verbessern, die Kosten zu senken und die Gesamtproduktivität zu erhöhen.

Alles miteinander verbinden

Durch die Anwendung des e-F@ctory-Konzepts, welches im Kern bedeutet alles miteinander zu verbinden und zu messen, was wichtig ist, können die Kunden das EPU ableiten. Das Tolle ist, dass das Energiemonitoring auch nachträglich an jedem bestehenden Standort oder jeder Maschine angewendet werden kann. Die Module können direkt an den vorhandenen Unterbrechern angebracht werden, oder es können verteilte Messpunkte installiert werden, ohne die bestehende Produktion oder Verkabelung zu stören - einfach die entsprechenden Stromwandlermodule überklemmen.

Durch den Anschluss an lokale Zähler und Überwachungsstationen können alle Daten problemlos an eine zentrale Verwaltungsstelle weitergeleitet werden. Je mehr Einblick in diese Daten gewährt wird, desto mehr kann man ändern.

Richtiges Energiemanagement ist eine Herausforderung für jedes Unternehmen. Es ist nicht nur im Hinblick auf den Umweltschutz wichtig, sondern führt auch zu echten Einsparungen.

Bild: Getty Images


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