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Sustainability

Minuten statt Stunden: Wie Rauschert das Energiemanagement revolutionierte

25.02.20263 Minuten Lesedauer

Stellen Sie sich vor, Sie verbringen jeden Monat Stunden damit, 20-seitige Excel-Tabellen zu erstellen, nur um Erkenntnisse zu gewinnen, die zu spät kommen, um noch nützlich zu sein. Das war die Realität für Rauschert, ein Unternehmen mit über 120 Jahren Erfahrung im Bereich hochpräziser technischer Keramik, bis es eine Lösung implementierte, die die Untersuchung von Energiespitzen von Stunden auf wenige Minuten reduzierte.

Die Herausforderung: Ein hundertjähriger Betrieb erfüllt moderne Energieanforderungen

Obwohl Rauschert über Generationen hinweg die Kunst der technischen Keramikherstellung perfektioniert hatte, gab es im Werk in Steinbach am Wald einen erheblichen Schwachpunkt. Das Energiemanagementsystem war veraltet und verursachte mehrere kritische Probleme:

  • Die Energiedaten waren über mehrere Gebäude verstreut und konnten nicht einheitlich dargestellt werden.
  • Es kam zu unerklärlichen Spitzen „Wir hatten zwar Daten, aber kein Verständnis“im Energieverbrauch, insbesondere im Winter.
  • Die manuelle Erstellung von 20-seitigen Excel-Tabellen für die monatliche Berichterstattung war sehr zeitaufwendig.
  • Die Erstellung der Berichte für die Einhaltung der EU-Vorschriften erforderte einen erheblichen manuellen Aufwand.

„Wir hatten zwar Daten, aber kein Verständnis“, erklärte Fabian Völk vom Team Wartung/Anlagenbau bei Rauschert. „Wenn es zu Energiespitzen kam, konnten wir deren Ursache nicht nachvollziehen.“

Die bahnbrechende Lösung: GENESIS-Energiemanagementplattform

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, implementierte Rauschert die GENESIS-Energiemanagementplattform von Mitsubishi Electric. Diese moderne Lösung ließ sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur integrieren und bot folgende Vorteile:

  • Universelle Konnektivität: Alle Energie- und Verbrauchszähler werden in eine sichere, zentrale Datenplattform eingespeist, ohne dass vorhandene Hardware ersetzt werden muss.
  • Echtzeit-Transparenz: Sofortige Erkennung von Verbrauchstrends am gesamten Standort.
  • Intelligente Analysen: Dashboards, KPIs und Leistungsflussdiagramme, die Ineffizienzen aufzeigen.
  • Berichterstellung mit einem Klick: Automatisierte Erstellung von Berichten zu Verbrauch, Kosten, CO₂-Ausstoß und Compliance.
  • Skalierbare Architektur: Kompatibilität mit mehreren Zählertypen für eine schnelle Bereitstellung und zukünftige Erweiterungen.

Bemerkenswerte Ergebnisse: Transformation in nur einem Jahr

Die Auswirkungen nach nur einem Jahr der Umsetzung waren dramatisch. Rauschert stellte sein Energiemanagement von einer reaktiven Datenerfassung auf eine proaktive Optimierung um:

    • Untersuchungen zu Energiespitzen wurden durch visuelle Verbrauchskartierung von Stunden auf Minuten reduziert.
    • Monatliche 20-seitige Excel-Tabellen wurden durch eine einheitliche Echtzeitansicht ersetzt.
    • Die Berichterstattung zur Einhaltung der EU-Vorschriften wurde auf einen einzigen Klick vereinfacht.
    • Wechsel von reaktiver Fehlerbehebung zu proaktiver Optimierung.

    „Der Unterschied ist bemerkenswert“, bemerkt Völk. „Was früher spezialisiertes Personal und stundenlange manuelle Arbeit erforderte, liefert jetzt sofortige Analysen und nützliche Erkenntnisse für die Energieoptimierung.“

    Warum dies über Rauschert hinaus von Bedeutung ist

    Diese Umstellung zeigt, wie selbst alteingesessene Einrichtungen ihr Energiemanagement erfolgreich modernisieren können, ohne bestehende Systeme zu überarbeiten. Der Ansatz ist besonders relevant, wenn man Folgendes bedenkt:

    • Die Fertigungsindustrie verbraucht etwa 39 % der weltweiten Energie.
    • Die Energiekosten machen bis zu einem Drittel der Betriebsbudgets in der Industrie aus.
    • Durch die Kombination von betrieblichen Verbesserungen mit energieeffizienten Technologien lassen sich insgesamt bis zu 60 % einsparen.
    • Investitionen in solche Technologien amortisieren sich in der Regel innerhalb von drei Jahren oder weniger.

    Christian Nomine, European Strategic Product Manager bei Mitsubishi Electric Europe B.V., fasst den Schlüssel zum Erfolg zusammen:

    „Was bei Rauschert den Unterschied ausmachte, war, dass das Facility-Personal einen klaren Überblick über seine Energiedaten erhielt. Diese Transparenz ermöglichte es ihnen, Optimierungsbereiche schnell zu identifizieren und gleichzeitig ihre operative Exzellenz zu bewahren.“


    Rauscherts Weg zeigt, dass die Aufbereitung komplexer Energiedaten nicht nur Compliance-Anforderungen erfüllt, sondern auch die Entscheidungsfindung verbessert und neue Möglichkeiten für Effizienz und Nachhaltigkeit eröffnet – selbst in Unternehmen mit jahrhundertelanger Tradition.


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