Produktionsstätten wenden in der Regel einen von drei Wartungsansätzen an:
1. Reaktive Wartung
Bei diesem Ansatz werden Anlagen so lange betrieben, bis ein Ausfall auftritt, und dann repariert – ähnlich wie wenn man mit dem Auto fährt, bis es auf der Autobahn eine Panne hat. Diese Strategie erfordert zwar nur minimale Planung, führt jedoch zu den höchsten Kosten und den größten Produktionsunterbrechungen.
2. Vorbeugende Wartung
Der heute gängigste Ansatz ist die planmäßige Wartung auf der Grundlage von Zeit- oder Nutzungsmetriken – vergleichbar mit einem Ölwechsel alle 10.000 Kilometer, unabhängig von den Fahrbedingungen. Diese Methode ist zwar besser als die reaktive Wartung, führt jedoch häufig zu unnötigen Teileaustausch oder übersehenen Ausfällen.
3. Vorausschauende Wartung
Der ausgefeilteste Ansatz analysiert, wie die Geräte tatsächlich genutzt werden, und nicht nur, wie lange sie bereits in Betrieb sind. Diese Strategie kann subtile Veränderungen in der Geräteleistung erkennen, die auf potenzielle zukünftige Ausfälle hinweisen.
„Vorausschauende Wartung verschafft Ihnen einen Vorteil. Sie plant Ihren Wartungszeitplan, und Sie können die Wartung dann kontrolliert durchführen“, erklärt Olivier Giertz.